Zur von der Verwaltung beabsichtigten Aufhebung des Stadtratsbeschlusses zur Sanierung der Jägerplatzschule erklärt Hendrik Lange, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Stadtrat Halle (Saale):
Die Verwaltung steuert mit ihrem Ansinnen , die Schule am Jägerplatz zu schließen, in die falsche Richtung. So richtig der durch das Land beschrittene Weg der Inklusion der Schülerinnen und Schüler in der Regelschule ist, bleibt abzuwarten, in wie weit sich diese Entwicklung auf die Förderschullandschaft auswirkt. Die angedachte Fusion mit einer weiteren Förderschule führt im Moment zu einem riesigen Schulkomplex und verschärft somit die Probleme von Schülern und Lehrern.
Der Stadtrat hat mit seiner Entscheidung, die Baumängel der Schule am Jägerplatz zu beheben und die Förderschule zurückziehen zu lassen deutlich gemacht, dass das Schulgebäude erhalten werden soll. Bereits in der Septembersitzung des Bildungsausschusses wurde durch das ZGM ein gangbarer Weg aufgezeigt, bis zum Dezember die Baumängel im Schulgebäude zu beheben und den Rückzug zu gewährleisten. Die Investition in den Standort ist in soweit sinnvoll, dass ein Schulgebäude in der Innenstadt auf jeden Fall weiter genutzt wird. Zudem spielte die Schließung der Schule am Jägerplatz in den bisherigen Entwürfen der Schulentwicklungsplanung keine Rolle.Der von der Verwaltung jetzt beschrittene Weg ist eine sinnlose Konfrontation mit dem Stadtrat. Anstatt den Stadtratsbeschluss umzusetzen , wird ausgebremst, Entscheidungen verschleppt und am Ende werden Argumente an den Haaren herbeigezogen, um die Schule zu schließen.
Die Verwaltung ist aufgefordert, ihre Blockadehaltung gegenüber dem Stadtrat zu beenden. Der von ihr angestrebte Beschluss dient dem nicht.