24. Oktober 2018 Hendrik Lange

Ein Naturkundliches Museum wäre eine Chance für die Uni und die Stadt Halle

Die Fraktion DIE LINKE hat zur aktuellen Landtagssitzung den Antrag „Den Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Martin-Luther-Universität einen angemessenen Rahmen geben“ auf die Tagesordnung gebracht. Dazu erklärt der Sprecher für Hochschul- und Wissenschaftspolitik, Hendrik Lange:

»Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beherbergt eine Vielzahl naturwissenschaftlicher Sammlungen, die über die Jahrhunderte gewachsen sind. Sie haben einen großen kulturellen und wissenschaftlichen Wert von Weltruf und eine große Bedeutung für die wissenschaftliche Arbeit, für Studium und Lehre sowie die Öffentlichkeit.

Die Unterbringung der Sammlungen ist jedoch besorgniserregend. Nicht nur der bauliche Zustand des Zentralmagazins ist ungenügend und gefährdet die Sammlungen. Sie stehen der Öffentlichkeit darüber hinaus nur begrenzt zur Verfügung. Mit großer Bestürzung haben wir feststellen müssen, dass eine Verbesserung der Situation der Sammlungen im Haushaltsentwurf der Landesregierung erneut nicht berücksichtigt wurde. Daher wird auf Initiative der Fraktion DIE LINKE am Donnerstag ein Antrag im Landtag beraten, der die Zukunft der Sammlungen in den Fokus nimmt und eine bessere Unterbringung der Sammlungen sowie eine ihrer Bedeutung entsprechende Präsentation ermöglichen soll.

Für die Stadt Halle ergibt sich hier eine große Chance. Eine Präsentation der Sammlungen in Form z.B. eines Museums könnte den Zugang für die Öffentlichkeit erheblich verbessern und würde nicht nur in der Wissenschaftslandschaft des Landes Sachsen-Anhalt eine bedeutende Rolle spielen. Gleichzeitig könnte ein solches Museum eine große touristische Attraktion für die Stadt sein. Oberste Priorität muss jedoch die sichere Unterbringung der Sammlungen haben.

Dafür wollen wir im Landtag streiten und das Land auffordern, zusammen mit der Universität ein Konzept für die Sammlungen zu erarbeiten. Damit würden die bereits seit langem andauernden Diskussionen zu einem Universitätsmuseum endlich einen positiven Abschluss finden.«