Zum Konzept des öffentlichen Nahverkehrs bei Großveranstaltungen stellte der Stadtrat Uwe Heft in der Stadtratsitzung am 18.07.2007 folgende Anfrage:
Am 11.06. 2007 besuchten einige tausend Gäste das alljährlich mit großem Erfolg stattfindene Abschlusskonzert der Händelfestspiele in der Galgenbergschlucht. Sowohl vor als auch nach dem Konzert war der übliche Parkplatzsuchverkehr als auch ein schleppender Abfluss der PKW zu beobachten.
Festzustellen war auch, dass im ÖPNV wenig zusätzliche Fahrzeuge nach Abschluss des Konzertes eingesetzt wurden, um den erwartungsgemäß erhöhten Bedarf im ÖPNV zu befriedigen..
Der Veranstalter warb mit dem Verkauf der Eintrittskarten zum Konzert für die Benutzung des ÖPNV. Verantwortlich für die am 11.06. 2007 gemachte Erfahtung ist der Aufgabenträger für den ÖPNV und Veranstalter der Händelfestspiele - die Stadt Halle (Saale) - vertreten durch die Oberbürgermeisterin.
Die Verkehrsunternehmen fahren zu solchen Großveranstaltungen zusätzliche Verkehre auf Anforderung des Aufgabenträgers bzw. Veranstalters.
Unmittelbar im Anschluss an die Händelfestspiele fanden Händels Open statt. Auch hier war erfahrungsgemäß ebenfalls mit einem zusätzlichen Bedarf im ÖPNV zu rechnen.
Ich frage deshalb die Oberbürgermeisterin der Stadt Halle (Saale):
Antwort der Verwaltung:
zu 1.)
Zum Abschlusskonzert der Händel-Festspiele am 10.Juni 2007 wurden 3508 Karten verkauft.
zu 2.)
Im Eintrittspreis enthalten war ein Anteil von 57 Cent für die Nutzung des ÖPNV.
zu 3.) und 4.)
Die Grundlage für diese Regelung bildete ein Vertrag zwischen der HAVAG und den Händelfestspielen , der die Nutzung 2 Stunden vor und 2 Stunden nach der Veranstaltung mit der Eintrittskarte in Halle auf den Linien der HAVAG ermöglichte (Tarifzone 210).
Der HAVAG wurden durch die Händel-Festspiele die Anfangs-und Endzeit des Konzertes sowie die Besucheranzahl als Grundlage für die Festlegung des Einsatzes der Verkehrsmittel durch die HAVAG mitgeteilt.
Die Händel-Festspiele haben für die oben genannte Regelung zum Abschlusskonzert an die HAVAG 2.000, 00 Euro gezahlt.
zu 5.)
Die Nutzung der Eintrittskarte als Fahrkarte für die HAVAG wurde in allen Programmankündigungen der Händel-Festspiele publiziert.
Die Nutzungsbedingungen waren auf der Eintrittskarte aufgedruckt.
zu 6.)
Nach Aussage der Geschäftsführung der HAVAG sind zusätzliche Wagen anlässlich der Veranstaltung HändelsOpen zur Verfügung gestellt worden.