Zur Struktur der Fördermaßnahme „Soziale Stadt“ in Halle-Neustadt von Dr. Erwin Bartsch, Stadtrat
Im August 2008 beschloss der Stadtrat die Fördermaßnahme „Soziale Stadt“ in Halle-Neustadt fortzusetzen. Hierbei soll das Fördergebiet auf die Stadtviertel nördliche Neustadt, südliche Neustadt und westliche Neustadt ausgedehnt werden.
Die Gemeinschaftsinitiative „Soziale Stadt“ wurde ins Leben gerufen, um der drohenden sozialen Polarisierung in den Städten Einhalt zu gebieten. Die Fördermaßnahme „Soziale Stadt“ orientiert auf Stadt- und Ortsteile, die im Hinblick auf ihre Sozialstruktur, den baulichen Bestand, das Arbeitsplatzangebot, das Ausbildungsniveau, die Ausstattung mit sozialer und stadtteil-kultureller Infrastruktur und der Qualität des Wohnen erhebliche Defizite aufweisen.
Die Fördermaßnahme „Soziale Stadt“ zielt auf die Verbesserung der Lebensbedingungen, die Schaffung stabiler Sozialstrukturen, die Verbesserung der Lebenschancen der Bewohner.
Bisherige Förderprogramme, wie URBAN 21 konzentrieren sich auf das Zentrum von Halle-Neustadt. Das neuaufgelegte Förderprogramm „Soziale Stadt“ legt die Schwerpunkte des Handelns auf die Randbereiche von Neustadt.
Im Zentrum der Fördermaßnahme steht die Entwicklung von Nachbarschaftszentren in der nördlichen, südlichen und westlichen Neustadt.
Vier Handlungsfelder mit inhaltlichen Schwerpunkten für die Jahre 2009 bis 2013 sind in dem Förderkonzept für Halle-Neustadt festgeschrieben.
Handlungsfeld I: Stärkung des wirtschaftlichen Wohlstandes und der Beschäftigung in der Neustadt.
Handlungsfeld II: Förderung der Chancengleichheit, sozialer Eingliederung und Entwicklung.
Handlungsfeld III: Schutz der städtischen und globalen Umwelt - hin zu lokaler, regionaler und globaler Nachhaltigkeit und städtebaulicher Verbesserung.
Handlungsfeld IV: Beitrag zu einem guten Stadtteilmanagement und zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung.
In einem Maßnahmekatalog werden Einzelmaßnahmen den einzelnen Handlungsfeldern zugeordnet. Dieser Maßnahmekatalog erfasst eine Vielfalt von Projekten, die alle wesentlichen Bereiche eines Stadtteils (von Wirtschaft, Soziales, Bildung, Kultur und Sport) einschließen.
Zu hoffen bleibt vor allem, dass dieses Förderprogramm „Soziale Stadt“ dem gerecht wird, was es verspricht.