Zu einem erneuten Antrag bzgl. des Neustädter Friedhofes von Frigga Schlüter-Gerboth
So viel Protest gab es in Halle schon lange nicht mehr. Der Neustädter Friedhof soll geschlossen werden und nun reicht es den Einwohnern des größten Stadtteils von Halle.
Mehrere Tausend Unterschriften kamen zusammen - das beeindruckte sogar unsere Frau Oberbürgermeisterin und sie kündigte prompt eine Bürgerbefragung aller Einwohner Halles an.
Nun hält unsere Faktion viel von der direkten Demokratie, sprich Bürgerbefragung, z.Bsp. für das Stadion hätten wir es uns gewünscht, aber der Neustädter Friedhof erscheint uns völlig ungeeignet. Denn was interessiert die Ammendorfer der Friedhof in Neustadt. Nein, dort geht vielmehr die Angst um, dass ihr Friedhof sonst geschlossen wird.
Aus diesem Grund hat sich unsere Fraktion entschlossen, im Dezember den Antrag zur Aufhebung des Beschlusses der Außerdienststellung in den Stadtrat einzubringen.
Dieser Antrag wird uns in der Verwaltung und im Rat sicher wenig Freunde einbringen, aber wir sind der Meinung dass die Zufriedenheit der Einwohner von Halle mehr wert ist.
Natürlich kennen wir die Zahlen, die eine Renovierung der Trauerhalle kosten soll, und kennen auch unsere Haushaltslage, nur äußerst eigenartig ist, dass die Trauerhalle zur Zeit gerade renoviert wird. Wir sind mit anderen Betroffenen im Gespräch, um die Kosten für die Stadt zu senken. Wie das aussehen kann, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Es gibt verschiedene Überlegungen.
Also liebe Hallenserinnen und Hallenser, setzen auch Sie sich für den Erhalt des Neustädter Friedhofs ein, damit nicht ein Stadtteil gegen den anderen ausgespielt wird.