Zur Gründung der Kultur-GmbH von Dr. Erwin Bartsch, Stadtrat
In seiner Sitzung vom 26.11.2008 fasste der Stadtrat einen für die Kulturlandschaft der Stadt Halle (Saale) bedeutsamen Beschluss. Bestätigt wurde an diesem Tage die Überführung der Kultureinrichtungen Verbund Oper Halle/Staatskapelle Halle, Kulturinsel und Thalia Theater in die „Theater, Oper und Orchester GmbH Halle“ zum 1. Januar 2009.
Die Stadtratsfraktion DIE LINKE. stimmte dieser Beschlussvorlage der Verwaltung zu.
Entscheidend für unsere Fraktion ist die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der künstlerischen Einrichtungen und damit auch eine Planungssicherheit für die nächsten Jahre. Zielstellung dieser Gründung ist vor allem die Bündlung gemeinsamer Aufgaben und die Mobilisierung interner Potentiale, verbunden mit größerer Effizienz und höherer Transparenz im finanzwirtschaftlichen Bereich.
Wir sind der Meinung, dass die Gründung dieser GmbH ein notwendiger Schritt ist um die Theater- und Musiklandschaft, trotz aller finanziellen Zwänge, in unserer Stadt für die nächsten Jahre zu sichern.
Größten Widerstand, mit umfassender öffentlicher Resonanz, erfuhr ein Punkt der Beschlussvorlagen, in dem es um eine geplante Reduzierung der Zahl der Musiker der Staatskapelle Halle ging. Auch unsere Fraktion steht für ein Orchester, das sowohl in der Stadt als auch überregional eine hohe Qualität an Musikkultur repräsentiert.
Eine Verkleinerung des Orchester ist in den nächsten Jahren nicht zu vermeiden, da sich die Landesförderung in den nächsten Jahren im Millionenbereich verringert und auch die Zuschüsse der Stadt auf immer engere Grenzen stoßen.
Im Jahr 2009 muss für die neugegründete „Kultur-GmbH“ der Grundstein gelegt werden für eine stabile, in die Zukunft weisende künstlerische Qualität und öffentliche Wirksamkeit.