Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Autoarm statt autofrei

Artikel für das Amtsblatt

Im Februar 2010 wurde auf Antrag unserer Fraktion die Überarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans 2025 beschlossen. PolítikerInnen, Bürgerinnen, Verbände, Vereine, Interessenvertretungen und Verwaltung wurden bei dem folgenden intensiven Diskussionsprozess mit einbezogen. Im März 2011beschäftigte sich das Gremium mit Halles Altstadt., also dem Bereich innerhalb des Stadtringes. Als Kompromiss wurde u.a. eine autoarme Innenstadt , der Vorrang für die Straßenbahn und Verbesserungen für Fuß-und Radverkehr ausgehandelt. Dieses Votum bildet die Grundlage für die Verkehrsplanung der Verwaltung der Stadt Halle.

Warum "überfährt" der Oberbürgermeister mit seinem jüngsten Vorstoß bezüglich einer Diskussion um eine autofreie Innenstadt die Bürgerinnen und Bürger , deren Interessenvertretungen , den Stadtrat und selbst die eigene Verwaltung?

Verkehr ist ein komplexes Themenfeld, wie die teils hitzigen Diskussionen um di Hochstraße, den Böllberger Weg oder die Merseburger Straße zeigen. Die berechtigten Interessen verschiedener Verkehrsteilnehmer, beengte räumliche und sachliche Verhältnisse , z.B. Denkmalschutz, und letztlich finanzielle Belange müssen "unter einen Hut" gebracht werden. Es bringt nichts, Verkehrsteilnehmende gegeneinander auszuspielen. Populistisches Schwarz-Weiß-Denken ist hier fehl am Platz!

Unsere Fraktion wird sich auch in Zukunft für das verträgliche Miteinander der Verkehrsarten einsetzen. In Bezug auf Halles Altstadt unterstützen wir die Ergebnisse des Arbeitskreises, also eine autoarme Innenstadt, Anwohnerparken im Straßenraum, grundsätzlicher Vorrang der Straßenbahn, Tempo 20 in der Altstadt, Verbesserung der Fahrradanbindungen und Abstellanlagen, besserer Zugang der Altstadt für Fußgängerinnen und Fußgänger. Darüber hinaus setzen wir uns für eine weitere Belebung der halleschen Innenstadt ein. Die Unterstützung des Fußverkehrs steht daher i Vordergrund, gefolgt von Radverkehr und Straßenbahn. Mehr Bänke, eine attraktive Straßenraumgestaltung und Kunst im öffentlichen raum sollen zum Verweilen, Flanieren und Einkaufen einladen.

Eine attraktive Innenstadt stärkt Handel und Tourismus und bedeutet vor allem mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.

Weitere Informationen zum Verkehrsentwicklungsplan 2025 finden sich unter Verwaltung>Stadtentwicklung>www.halle.de>Verwaltung>Stadtentwicklung >Verkehr>Planung>Verkehrsentwicklungsplan 2025.

 

gez. Dr. Bodo Meerheim Fraktion DIE LINKE