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Swen Knöchel

Vernetzte Pflege- und Gesundheitsangebote statt Quote

Sozialministerin Petra Grimm-Benne informierte heute darüber, dass Sachsen-Anhalt den Weg für die so genannte Landarztquote frei machen will. Dazu erklärt Swen Knöchel, Vorsitzender der Enquetekommission zur Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt:

Sozialministerin Petra Grimm-Benne informierte heute darüber, dass Sachsen-Anhalt den Weg für die so genannte Landarztquote frei machen will. Dazu erklärt Swen Knöchel, Vorsitzender der Enquetekommission zur Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt: 

»Nicht der ländliche Raum ist das Problem, wenn man Landärzt*innen finden will.  Vielmehr sind es die Arbeitsbedingungen, die potentielle Bewerber*innen dort vorfinden.

Aus Sicht der Fraktion DIE LINKE muss das Berufsbild des auf sich allein gestellten Landarztes durch ein Netzwerk medizinischer Versorgung im ländlichen Raum ersetzt werden. Es braucht die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen ambulanten und stationären Angeboten, zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern in medizinischen Versorgungszentren. Diese müssen ergänzt werden um vernetzte Pflegeangebote und Telemedizin. 

20 Studienanfänger*innen, die in zwölf Jahren Ärzt*innen sein werden, heute zu verpflichten, aufs Land zu gehen, ist weltfremd und dient wohl mehr zur Beruhigung als zur Problemlösung. Besser wäre es, die Gesamtzahl der Studienplätze zu erhöhen und die erfolgversprechenden Ansätze unserer Hochschulmedizin, wie zum Beispiel die Klassen für Allgemeinmedizin, zu stärken.«