Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen
Standort für die geplante neue Halde

Bodenkippe „Ammendorf“

Auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zu den Abgrabungs- und Aufschüttungsarbeiten an der sogenannten „Bodenkippe Ammendorf“, antwortet die Stadtverwaltung ausweichend. Man hat den Eindruck, dass die wahren Absichten verschleiert werden sollen.  Es drängt sich der Verdacht auf, dass das gewählte Verfahren zur Stilllegung der Bodenkippe wohl vor allem der zusätzlichen Entsorgung von 73000 Kubikmetern Bauschutt dienen soll.

Nach den Plänen sollen die Böschungswinkel der Bodenkippe abgeflacht werden; Das hat zur Folge, dass in einem größeren Umfang in das Umland eingegriffen werden muss. Durch die zusätzlichen Aufschüttungen werden zwei gesetzlich geschützte Biotope und 3,7 Hektar Wald zerstört. Auf die Frage, ob die Biotope durch eine Veränderung der Kubatur der Bodenkippe oder ein Umlagern des bestehenden Haldenkörpers erhalten werden können, antwortet die Stadtverwaltung ausweichend. Mit einer bewussten  Fehlinterpretation von „Umlagerung“ als „Verlagerung“ wird die Frage bewusst falsch beantwortet. Eine Umlagerung im Sinne der Wiederverwendung des Materials zur Veränderung der Kubatur der Halde wurde nicht geprüft oder bewusst nicht gewollt. Der Verdacht liegt nahe, dass man mit dem Festhalten an dem bisherigen Sanierungsverfahren die unliebsamen Naturschutz-Biotope beseitigen will, damit diese nicht ein Hinderungsgrund sind für die Genehmigung einer weiteren Deponie am Standort Ammendorf.

Viele Anwohner nutzten bisher das Gebiet als Naherholungsraum. und sind über die bereits begonnenen und geplanten Maßnahmen auf und um die „Bodenkippe Ammendorf“ nicht informiert worden. Auch ein sich in unmittelbarer Nähe befindlicher Ökolandwirtschaftsbetrieb wurde nicht über die geplante Ausweitung der bestehenden Deponie informiert. Es ist erstaunlich, dass diese Maßnahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. Diese Art und Weise des Agierens der Stadtverwaltung widerspricht den vom Oberbürgermeister formulierten Leitlinien zur Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit des Konzerns Stadt Halle (Saale). Demnach sollten die Bürger*innen Partner und Mitgestalter sein und Bürgergespräche und -beteiligungen Vorrang haben: