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Fraktion DIE LINKE bleibt bei der Benennung nach Sigmund Jähn

Stellungnahme unserer Stadträtin Katja Müller zu unserem gemeinsamen Antrag das neue Planetarium nach dem Kosmonauten Sigmund Jähn zu benennen:

Nein, das Planetarium Halle muss nicht nach Sigmund Jähn benannt werden. Es muss auch nicht nach irgendeiner Person benannt werden. Ihm den Namen des ersten Deutschen im All zu geben, ist ein Vorschlag, hinter dem auch eine Haltung steht. Dass der Name am Mittwoch im Kulturausschuss ins Abseits gestellt wurde, offenbart auch eine Haltung. Ich bin zutiefst überzeugt, dass das eine vergebene Chance war.

Eine vergebene Chance, eine gesamtdeutsche Erinnerungskultur anders - eben gesamtdeutscher - als in den vergangenen 30 Jahren zu gestalten. Eine vergebene Chance, Lebensleistungen von Menschen differenziert zu würdigen, obwohl sie Teil des DDR-Systems waren oder sich nicht von ihm distanzierten. Eine vergebene Chance, ein Gesamtlebenswerk nicht nur auf die Jahre in der DDR zu reduzieren. Eine vergebene Chance, anzuerkennen, dass es viele Menschen in der DDR gab, die einfach nur ihr Leben gelebt, Erinnerungen und Identifikationsfiguren haben und ihnen nach 30 Jahren nicht immer noch erklärt werden kann, dass das alles nichts wert ist, nur, weil sie in der DDR aufgewachsen sind. 

Meine Fraktion DIE LINKE im Stadtrat von Halle wird an dem Antrag, das neue Planetarium in Halle nach Sigmund Jähn zu benennen, festhalten. Ich hoffe sehr, dass wir bis zur Entscheidung Ende Februar im Stadtrat noch ein Stück weiter kommen im Sinne einer differenzierten Debatte. Ohne alte Gräben und Schwarz-Weiß-Denken zu verfestigen.

[Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-T0709-148 / Peter Koard / CC-BY-SA, CC BY-SA 3.0 DE <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en>, via Wikimedia Commons]


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