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Fruchtbare Ackerböden erhalten!

Artikel der Fraktion DIE LINKE für das Amtsblatt im November 2021. Thema: Warum wir gegen den Bebauungsplan an der Salzmünder Straße stimmen werden.

In Halle-Dölau soll an der Salzmünder Straße ein neues Wohngebiet entstehen. Aber auch wenn wir uns immer darüber freuen, wenn Menschen in Halle einen Platz zum Leben finden und das natürlich ebenso Einfamilienhäuser mit einschließt, werden wir gegen diese Vorhaben und den damit verbundenen Bebauungsplan stimmen. Denn wenn man ein Gebiet erschließt, dann sind verschiedene Faktoren zu beachten: Gibt es bereits eine Infrastruktur für die zukünftigen Einwohner:innen, also ausreichende Einkaufsmöglichkeiten, ÖPNV, Schulen und Vereine? Ist der Bau einer ganzen Siedlung ein verschmerzbarer Eingriff in die Umwelt oder gibt es ökologische Folgeschäden? Um am wichtigsten: Ist die Versiegelung des Bodens ein tragbarer Verlust?

Alle diese Fragen müssen hinsichtlich des neuen geplanten Wohngebietes in Halle-Dölau mit „Nein“ beantwortet werden. Das Gebiet ist der Ausgangspunkt einer Frischluftschneise für Halle, welche unwiederbringlich wegfallen würde. Darüber hinaus gibt es dort nicht die benötigte Infrastruktur, was den Verkehr in der gesamten Stadt erhöht und die Lebensqualität der Anwohner:innen senkt. Auch die Verwaltung geht davon aus, dass die Lärmemissionen deutlich zunehmen würden. Aber gerade der letzte Punkt ist am Gravierendsten: Der Boden in dem geplanten Wohngebiet ist fruchtbarer und guter Ackerboden – gerade in Zeiten des Klimawandels sollten wir uns die damit einhergehenden Möglichkeiten nicht verbauen. Denn es geht hier nicht um eine kleine Fläche, sondern um ganze 14.000m², die versiegelt werden sollen. Daraus folgt auch eine starke Reduktion der Grundwasserneubildungsrate.

Der bepflanzte Boden bindet Wasser und Schadstoffe, er macht regionale Nahrungsmittelproduktion möglich und ist Teil des umliegenden Ökosystems. Gerade im Angesicht einer unsicheren Zukunft sind Ackerflächen kein verzichtbares Luxusgut, sondern notwendige Reserven. Letztendlich baut sich die Stadt mit solchen Planungen die Probleme von morgen. Zukünftig fehlen Boden und Grundwasser, es kommt zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und es wird den Bedarf nach einem Supermarkt mit Vollsortiment geben. Das hat Folgen für die ganze Stadt. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass stattdessen eine Entscheidung zum Erhalt des fruchtbaren Ackerbodens getroffen wird.


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