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Kunst ist alles, was Spaß macht

Für Rudenz Schramm beginnt Teilhabe an Kultur in den Stadtteilen

Kultur braucht Zugänge – dann entfällt auch die Unterscheidung zwischen Hoch- und Alltagskultur. Halle müht sich seit Jahren, ein kulturelles Angebot für alle vorzuhalten. Bemühen reicht uns aber nicht. DIE LINKE fordert mehr. Nicht erst seit diesen Wochen, sondern schon seit Jahren und Jahrzehnten. Sie fordert sowohl mehr für jene, die noch abseits stehen, als auch den Erhalt kultureller Einrichtungen, deren Tradition groß und deren Ruf zu Recht sehr gut ist. Unumstritten ist, dass Bestehendes erhalten, gefördert und damit langfristig gesichert bleiben muss. Unumstritten ist, dass die Ausrichtung der kommunalen Kulturpolitik auch auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnitten werden sollte.

Es gilt, eine aktive Soziokultur in den Stadtteilen anzustreben, dort Kommunikationsstätten und Begegnungsorte anzubieten. DIE LINKE fordert und erwartet, dass von der Kommune die notwendigen materiellen und finanziellen Bedingungen geschaffen werden, um offene, barrierefreie soziokulturelle Zentren nicht nur zu erhalten, sondern auch neue zu etablieren.

Derartige Zentren sind erst einmal nur die materielle Grundlage für ein – wie auch immer verstandenes – kulturelles Engagement mit ganz unterschiedliche Ausprägungen durch diejenigen, die etwas machen wollen: Das kann von ambitionierten Theateraufführungen über schrille Chorvereine bis hin zu Strick- und Batikgruppen reichen.

Die Kunstaktion „Freiraumgalerie“ im Jahre 2012 war nicht nur ein kunterbuntes Spektakel, das dann auch mit dem halleschen Bürgerpreis „Der Esel, der auf Rosen geht“ ausgezeichnet wurde, sondern auch ein Signal dafür, dass ein städtischer Raum erobert und umgestaltet werden kann, ohne vorher groß Fördergelder einzutreiben. Die freie Kulturszene und auch privatwirtschaftlich geführte Kulturträger bereichern die Stadt Tag für Tag auf vielfältigste Weise und bedürfen der Anerkennung und Förderung. Diese Strukturen gilt es, mit dem Ziel besonders zu unterstützen, allen Menschen den Zugang zur Weiterbildung, zur Kultur und Kunst zu eröffnen.

„Jeder“, so hat es einmal ein erfolgreicher Künstler des späten vergangenen Jahrhunderts aufgeschrieben, „ist ein Künstler“. Die meisten wissen das noch nicht von sich. Aber sie sollten alle die Möglichkeit bekommen, sich auszuprobieren als Leser, Zuhörer, Zuschauer und vielleicht auch als Akteure bei den unterschiedlichsten künstlerischen und kulturellen Aktivitäten, die die  Stadt geprägt haben und auch weiterhin prägen werden.

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