Presseportal des Stadtverbands Die Linke Halle (Saale)
Hier finden Sie eine Auflistung alle Pressemitteilungen des Stadtverbands.
Für Presseanfragen steht Ihnen unsere Kontaktadresse presse@dielinke-halle.de zur Verfügung.
Heimat ist für alle da. Auch im Freibad.
Das Heidebad weist seit kurzem Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse am Eingang ab. Die Linke Halle verurteilt diese Praxis auf das Schärfste. Sicherheitsvorfälle in Bädern sind ernst zu nehmen, aber sie rechtfertigen unter keinen Umständen die pauschale Ausgrenzung allealleganzer Bevölkerungsgruppen aus rassistischen Motiven.
Das Heidebad weist seit kurzem Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse am Eingang ab. Die Linke Halle verurteilt diese Praxis auf das Schärfste. Sicherheitsvorfälle in Bädern sind ernst zu nehmen, aber sie rechtfertigen unter keinen Umständen die pauschale Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen aus rassistischen Motiven.
Heimat ist für alle da. Halle ist für alle da.
Halle ist eine lebendige, vielfältige Stadt. Menschen, die hier leben, arbeiten, studieren, zur Schule gehen oder Urlaub machen haben alle das Recht, ihre Stadt gleichberechtigt zu nutzen. Schwimmbäder sind öffentliche Räume des Zusammenlebens und keine exklusiven Clubs. Wer den Einlass an Sprachkenntnisse knüpft, sagt einem Teil dieser Stadt: Du gehörst nicht dazu. Das ist mit unserem Verständnis von Heimat, Würde und Stadtgesellschaft absolut unvereinbar.
Fehlende Infrastruktur, nicht fehlende Deutschkenntnisse
Mehrsprachige Baderegeln, Piktogramme und geschultes Personal sind in vielen Bädern in Sachsen-Anhalt seit Jahren Standard. Ebenso wie ausreichend geschultes Personal und Rettungsschwimmer*innen. Statt in diese Bereiche zu investieren, wählt der Betreiber den einfachen Weg: Ausgrenzung. Bezeichnend dabei: Das Kassenpersonal selbst spricht nach Aussage des Betreibers kein ausreichendes Englisch. Das Problem liegt klar im Betrieb und nicht bei den Gästen. Andere städtische Freibäder zeigen, dass es in unserer Stadt auch ohne Ausgrenzung geht.
Hendrik Lange, Stadtratsmitglied und Direktkandidat der Linken in Halle, erklärt:
„Was das Heidebad hier macht, ist keine Sicherheitsmaßnahme, sondern klare Diskriminierung. Wer Menschen nach ihrer Sprache vom Schwimmbad ausschließt, schreibt ihnen ab, dass sie zu dieser Stadt gehören. Es ist ein durchsichtiges Manöver. Denn in letzter Konsequenz müssten auch gehörlose Menschen ausgeschlossen werden und sich der Betreiber fragen lassen, ob er auch behindertenfeindlich agieren und den nächsten Shitstorm ernten möchte. Das werden wir nicht hinnehmen. Halle ist für alle da, das Freibad ist für alle da!"
Die Linke Halle fordert:
- Sofortige Rücknahme der diskriminierenden Einlassregel durch den Betreiber des Heidebades
- Investitionen in mehrsprachige Kommunikation: Piktogramme, mehrsprachige Badeordnungen und Durchsagen in allen städtischen und privaten Bädern Halles
- Prüfung der Rechtmäßigkeit der Regelung durch die Stadt Halle als zuständige Behörde, denn das AGG gilt auch für private Freizeiteinrichtungen
- Aktive Beratung diskriminierter Personen durch die Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt
Halle braucht Zusammenhalt – keine neuen Mauern.
