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Ein klares Ja für die Lindenbäume

Artikel Amtsblatt Juni 2019 - So wie oben hatte die Stadtverwaltung Ende letzten Jahres einen Artikel überschrieben, in welchem der Entscheid des Stadtrates zur Erhaltung der Linden am Riveufer begrüßt wurde.

Tausende Bürger*innen hatten sich für den Fortbestand der alten Alleebäume eingesetzt, es war eine der am heftigsten diskutierten Entscheidungen des Jahres 2018. Als Folge dessen wollte die Verwaltung neue Planungen erstellen, da im Beschluss des Stadtrates auch eine geringere Fahrbahnbreite von 3,50 Meter festgelegt worden war. Den Bäumen sollte mehr Platz gegeben werden, um die Standortbedingungen und damit ihre  Überlebens-chancen zu verbessern. Zur praktischen Umsetzung des Ganzen hatte unsere Fraktion eine Einbahnstraßenregelung vorge-schlagen: „Aufgrund der sehr geringen Anzahl von Anliegern ist auch in Zukunft nicht mit einem nennenswerten Verkehrs-aufkommen am Riveufer zu rechnen. Eine Einbahnstraße ist für die Bewältigung des Anliegerverkehrs dort völlig ausreichend. Die Hauptfunktion des Riveufers als vorwiegend von Fußgängern genutzte Flaniermeile mit altem Baumbestand sollte bei allen Überlegungen im Vordergrund stehen.“ Die Geschichte hätte damit eigentlich ein gutes Ende finden können… Doch jetzt droht den Linden erneut Gefahr. Die Straße müsse wieder genau so breit wie vor der Flut ausgebaut werden, so die Stadtverwaltung. Dies fordere der Fördermittelgeber. Eine Aussage, die die CDU – als selbsternannte Autofahrerpartei der Kommune – zum Anlass für einen erneuten Vorstoß in Richtung eines breiten zweispurigen Straßenausbaus im Erholungsgebiet genommen hat. Die Entscheidung sei alternativlos. Wenn man die bisherigen Fluthilfemaßnahmen betrachtet, muss man die „Alternativ-losigkeit“ des Ganzen aber stark bezweifeln. Als Beispiele seien hier nur das Planetarium, das HFC-Leistungszentrum oder die Talstraße genannt. Dort konnten nach Gesprächen mit dem Fördermittelgeber sehr wohl Änderungen vorgenommen werden. Man muss es aber immer auch wollen! In der letzten Stadtratssitzung hatte der OB der erstaunten Öffentlichkeit vollmundig erklärt, dass er jetzt sogar die Forderungen der „Fridays for Future“ -Bewegung zu erfüllen gedenke. Der Anspruch des Hauptverwaltungsbeamten in Klimafragen scheint grenzen-los. Da sollte ein Gespräch mit dem Fördermittelgeber eigentlich das kleinste Problem sein. Als Ansporn zitieren wir deshalb heute mal ganz frei nach dem Neuen Testament: „An deinen Taten sollst du dich messen lassen!“