Halle braucht Entlastung beim Parkdruck – Linksfraktion fordert Modellprojekt „Feierabendparken“

Linksfraktion Halle

Die Linksfraktion im Stadtrat Halle (Saale) hat zur kommenden Stadtratssitzung ei-nen Antrag eingebracht, mit dem die Verwaltung beauftragt werden soll zu prüfen, ob ein Modellprojekt „Feierabendparken“ nach dem Vorbild der Stadt Düsseldorf in Halle umgesetzt werden kann. Ziel ist es, die Parkplatzsituation in besonders belasteten Wohngebieten spürbar zu entspannen und das ohne neue Flächen zu versiegeln oder Straßen weiter zu verengen.

„Wir wollen mit unserem Antrag eine unbürokratische, schnell wirksame Lösung auf den Weg bringen, die sich in Düsseldorf bereits bewährt hat.“, erklärt Dirk Gernhardt, Stadtrat der Linksfraktion. 

Die Fraktion FDP/Freie Wähler hat sich entschieden, den Antrag mitzutragen. 

In Düsseldorf hatten Supermarktfilialen ihre Parkplätze außerhalb der Öffnungszeiten für Anwohnende freigegeben. Für eine geringe Gebühr konnten Bewohnerinnen und Bewohner feste Stellplätze mieten. Das Pilotprojekt startete mit 190 Plätzen – und wurde aufgrund des Erfolgs inzwischen auf rund 1500 Plätze ausgeweitet, unter Einbeziehung weiterer Parkhäuser, Rathausparkplätze und perspektivisch sogar Schulparkplätze oder Brachflächen. 

Die Linksfraktion schlägt vor, in Halle zunächst einen der besonders betroffenen Stadtteile als Modellgebiet auszuwählen, bspw. das Medizienerviertel oder die Vogelweide. Gleichzeitig soll die Stadt Gespräche mit Supermärkten, Einzelhändlern und weiteren Unternehmen vor Ort führen, um mögliche Kooperationspartner für ein „Feierabendparken“ zu gewinnen. Bis Ende Februar 2026 soll der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung über einen ersten Zwischenstand informiert werden.

„Wir wollen den Menschen in den überfüllten Quartieren schnell helfen und wünschen uns an dieser Stelle von der Stadtverwaltung mehr Flexibilität“, so Gernhardt

Die Linksfraktion appelliert an die anderen Fraktionen, das Modellprojekt gemeinsam auf den Weg zu bringen. Die Parkplatzsituation ist kein ideologisches Thema, sondern ein alltägliches Problem vieler Hallenserinnen und Hallenser. Der Stadtrat sollte dafür sorgen, dass sich das ändert.