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Türen auf für Ausbildung: Linksfraktion beantragt „Lange Nacht der Ausbildungen“

Linksfraktion Halle

Die Fraktion Die Linke im Stadtrat Halle (Saale) möchte für 2027 erstmals eine „Lange Nacht der Ausbildungen“ auf den Weg bringen. Nach dem Vorbild der erfolgreichen Langen Nacht der Wissenschaften sollen Unternehmen, städtische Betriebe und weitere Einrichtungen ihre Türen öffnen und Ausbildungsberufe dort vorstellen, wo sie tatsächlich ausgeübt werden.

„Die Lange Nacht der Wissenschaften zeigt, wie gut es funktioniert, Menschen nicht nur über Angebote zu informieren, sondern ihnen unmittelbare Einblicke zu ermöglichen. Dieses Prinzip wollen wir auf die Berufsorientierung übertragen: raus aus der Messehalle, rein in die Werkstätten, Betriebe und Einrichtungen unserer Stadt“, erklärt Patricia Fromme, Stadträtin der Linksfraktion Halle (Saale).

Am späten Nachmittag und Abend sollen Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern verschiedene Ausbildungsbetriebe besuchen können. Vor Ort können sie Arbeitsplätze und typische Tätigkeiten kennenlernen sowie direkt mit Auszubildenden und Beschäftigten ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung soll damit bestehende Ausbildungsmessen und Angebote zur Berufsorientierung sinnvoll ergänzen.

Die Linksfraktion schlägt vor, die Veranstaltung gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau, der Handwerkskammer Halle, der Agentur für Arbeit und interessierten Unternehmen zu organisieren. Auch die städtischen Unternehmen und Eigenbetriebe sollen sich beteiligen. Die Betriebe sollen ihre jeweiligen Angebote selbst gestalten und finanzieren, während die Stadt insbesondere die Koordinierung und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit übernimmt. Damit Jugendliche an einem Abend mehrere Standorte unkompliziert erreichen können, soll zudem gemeinsam mit der HAVAG eine kostenfreie oder vergünstigte Mobilitätslösung geprüft werden. Finanziert werden könnte diese beispielsweise durch beteiligte Unternehmen, Kooperationspartner oder Sponsoren.

„Die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf fällt vielen Jugendlichen schwer. Wer einen Betrieb besucht, Maschinen und Arbeitsplätze sieht und mit Beschäftigten spricht, bekommt einen viel konkreteren Eindruck, als ein Messebesuch vermitteln kann. Auch die Unternehmen unserer Stadt werden dabei unterstützt, Kontakt zu geeigneten Bewerber*innen aufzunehmen“, so Fromme abschließend.

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