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Waldbeirat

Artikel für Amtsblatt März 2019 - In den letzten Jahren haben extreme Wettererscheinungen, wie das Sturmtief „Friederike“ oder die lange Trockenperiode im Sommer 2018, massive Schäden in unseren Wäldern verursacht. Auch die Dölauer Heide ist davon betroffen. So haben die letzten Stürme

 

In den letzten Jahren haben extreme Wettererscheinungen, wie das Sturmtief „Friederike“  oder die lange Trockenperiode im Sommer 2018, massive Schäden in unseren Wäldern verursacht. Auch die Dölauer Heide ist davon betroffen. So haben die letzten Stürme fast 95 Prozent des Kieferbestandes zerstört. Die Schäden sind bis zum heutigen Tage noch nicht vollständig beseitigt. Viele Bürger*innen sind von dem Ausmaß der Schäden schockiert und wollen darüber informiert werden, welche Maßnahmen zur Beräumung und Wiederaufforstung geplant sind. Um dem wachsenden Informationsbedürfnis der Einwohner*innen gerecht zu werden, hat die

Stadtratsfraktion  DIE LINKE gemeinsam mit den Stadtratsfraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Gründung eines Waldbeirates beantragt. Diesem Gremium sollen interessierte Einwohner*innen und Expert*innen angehören. In den Sitzungen sollen wichtige Waldbewirtschaftungsmaßnahmen vorgestellt und beraten werden. Durch die Einbindung sachkundiger Einwohner*innen in die Planungen der Waldbewirtschaftung soll mehr Transparenz und Vertrauen geschaffen werden. Die Einwohner*innen müssen rechtzeitig  und nachvollziehbar, über Maßnahmen, wie beispielsweise einem ökologischen Waldumbau mit einheimischen Arten, informiert werden. Außerdem sollen die Planungen für die Waldbewirtschaftung zukünftig auch  in den Gremien des Stadtrates beraten werden. Über den Stand der Umsetzung der Maßnahmen soll dem Stadtrat sowie dem Waldbeirat regelmäßig Bericht erstattet werden. Des Weiteren soll die Stadtverwaltung prüfen, welche finanziellen Mittel nötig sind, um einen Waldumbau mit klimaresistenteren einheimischen Arten durchführen zu können. Neben der Gründung eines Waldbeirates muss auch geprüft werden, ob man mit einem eigenen städtischen Forstamt, die Ziele einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung besser erreichen kann, als ein beauftragtes forstwirtschaftliches Unternehmen, welches in erster Linie Gewinne erwirtschaften muss. Die Erfahrungen von Städten mit eigenem Forstamt, wie beispielsweise Leipzig, können bei der Entscheidungsfindung sicher hilfreich sein.

Die Dölauer Heide, soll auch in der Zukunft als stadtnaher Naherholungsraum erhalten bleiben. Sie soll weiterhin Lebensraum für viele Arten von Pflanzen und Tieren sein und zur Verbesserung des lokalen Stadtklimas beitragen. Deshalb müssen die Forderungen des Antrages von der Stadtverwaltung schnellst möglich umgesetzt werden.