Die Linke Halle legt Plan für Mietendeckelung vor

Die Linke Halle (Saale) legt zum 11. Mai eine Studie vor, mit der sie die rechtlichen Voraussetzungen für eine Begrenzung der Mietensteigerung in Halle prüft. Im Ergebnis weist das Gutachten nach, dass Halle (Saale) vom Land als angespannter Wohnungsmarkt geprüft werden könnte, um so eine Begrenzung der hohen Mietenentwicklung zu erzielen.

„Während CDU und Co. nur tatenlos zuschauen, wie Energiepreise und Mieten inzwischen mehr als jeden Vierten in die Wohnarmut treiben, haben wir in der Linken die Ärmel hochgekrempelt und die nötigen Daten für eine Gegenmaßnahme zusammengetragen.“, erklärt Jannik Balint, Co-Vorsitzender des Stadtverbands der Linken Halle, „Das Ergebnis ist klar. Nach anerkannten Standards, wie sie auch in Sachsen oder NRW angewendet wurden, könnte der Landtag unsere Stadt Halle (Saale) als angespannten Wohnungsmarkt einstufen!“

„Das ist der erste Schritt zu einem Mietendeckel. Die Einstufung als angespannten Wohnungsmarkt selbst würde das Land nichts kosten. Den Mieterinnen in Halle würde sie jedoch belastende Mieterhöhungen ersparen!“, ergänzt Nathalie Roscher, Prüferin im Mietenteam der Linken in Halle, „Wir fordern das Land auf, die Einstufung vorzunehmen! Wir machen Schluss mit der organisierten Arbeitsverweigerung von CDU und Co. auf Kosten der Bürger. Leben wieder bezahlbar machen, das ist unsere Mission!“

 

Die Studie steht auf www.dielinke-halle.de/miete kostenfrei zum Download zur Verfügung.

 

Am Dienstag, dem 12. Mai, lädt Die Linke Halle Caren Lay, die mietenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Linken ein, um den Plan für eine Mietendeckelung für Halle zu besprechen. Die Veranstaltung findet ab 18:30 Uhr im Spiegelsaal des „Puschkinhauses“, Kardinal-Albrecht-Straße 6, statt.

 

Pressekontakt: 

team.jannik@dielinke-halle.de
David Weiser: +49 1638037308

 


 

Zusammenfassung

Studie des Stadtverbands Die Linke Halle zeigt: Halle (Saale) und Magdeburg können als angespannte Wohnungsmärkte eingestuft werden

Die Linke Halle (Saale) legt zum 11. Mai eine Studie vor, mit der sie die rechtlichen Voraussetzungen für eine Begrenzung der Mietensteigerung in Halle und Magdeburg prüft. Im Ergebnis weist das Gutachten nach, dass Halle (Saale) und Magdeburg vom Land als angespannter Wohnungsmarkt geprüft werden könnten, um so eine Begrenzung der hohen Mietentwicklung zu erzielen.

 

Wohnkosten als Spalter unserer Gesellschaft 

Mehr als jeder Vierte in Sachsen-Anhalt lebt in Wohnungsarmut. Nach Abzug der Miete bleibt vielen kaum noch Geld für Essen, Heizen oder Kultur. Gleichzeitig behaupten die CDU und Co. der Wohnungsmarkt sei „stabil“ (Pressemitteilung vom 10.10.2025)! Die Realität sieht anders aus: Bei steigende Energiepreisen können sich viele die Nachzahlungen nicht mehr leisten. In Halle ist für die meisten ein Umzug, zum Beispiel aus Neustadt in innenstädtische Bereiche der Stadt, preislich schon gar nicht mehr vorstellbar. Der Wohnungsmarkt spaltet unsere Stadt.

 

Zentrale Ergebnisse: Halle (Saale) und Magdeburg erfüllen 5 von 5 Kriterien

Das Gutachten erläutert zunächst die Rechtsgrundlage und diskutiert für die Fälle die verwendbaren Indikatoren. Im Rahmen einer Annäherung arbeitet die Studie mit öffentlich verfügbaren Daten und bezieht sich jeweils auf das jüngste Jahr für das Daten öffentlich einsehbar sind. Die Analyse zeigt die bislang stark unterschätzte Marktanspannung auf: Halle (Saale) lag schon 2025 im Niveau der Angebotsmieten für Referenzwohnungen 10,71 % über dem Vergleichswert auf Landesebene. Die Mietsteigerung war von 2015-2025 mit +33,8 % deutlich über dem Landeswert. Auch die rechnerische Mietbelastung liegt mit 26,65 % für Halle (Saale) deutlich über dem Landesdurchschnitt (21,7 %). Halle weist durch den überdurchschnittlichen Anteil an Personen im SGB-II Bezug zudem auf Nachfrageseite ein erhöhtes Gefährdungspotenzial für Wohnkostenbelastungen auf. Zuletzt liegt das Preisniveau der unbebauten Baugrundstücke für Geschosswohnungen massiv über dem Landesdurchschnitt. Bauen wird immer teurer und im bezahlbaren Segment kann durch Neubau nicht mehr gegengesteuert werden. Ähnliche Werte erreicht auch Magdeburg in allen Kategorien.

 

Politische Konsequenzen: Eine neue Wohnungspolitik ist notwendig!

Die Einstufung von Halle (Saale) als angespannter Wohnungsmarkt ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Mietpreisbremse und zu einem echten Mietendeckel. Um die Mietbelastung der Bürger*innen nachhaltig zu bekämpfen, braucht es eine langfristig angelegte, sozial orientierte Wohnungspolitik, die kommunale Wohnungsunternehmen entlastet und bezahlbaren Wohnraum sichert.

 

Die Studie steht auf www.dielinke-halle.de/miete kostenfrei zum Download zur Verfügung.