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Sorgen und Forderungen der Jugend ernst nehmen – Die Linke solidarisiert sich mit friedlichem Protest

Halle (Saale), 30.10.2026 – Die Linke Halle (Saale) positioniert sich gegen die Vorabverurteilung der geplanten Jugend-Proteste und begrüßt ausdrücklich den friedlichen Widerspruch gegen jahrelange Kürzungspolitik. Die Forderungen der Jugend müssen ernst genommen werden – auch in der Kommune.

Für den kommenden Sonnabend sind bundesweite Jugendproteste angekündigt. Ihre Forderungen: Investitionen in Bildung und Soziales statt immer weiterer Geldverschwendung für Aufrüstung und Militär. Statt diese berechtigten Forderungen zu diskutieren, ist die deutsche Politik damit beschäftigt, eine Drohkulisse aufzubauen und die Proteste bereits vorab zu verurteilen.

Der Verweis auf eine mögliche Gewalteskalation wie in Frankreich verschweigt deren Ursachen. Der wochenlange friedliche Protest französischer Schülerinnen und Schüler wurde mit massiver Polizeigewalt beantwortet, während führende Politiker leugnen, die Interessen der Jugend jahrelang vernachlässigt zu haben. Ihre deutschen Amtskollegen greifen das auf. Anstelle zukunftssicherer Angebote an die junge Generation diskutieren sie, wie Demonstrationen verhindert werden können und unterstellen ihr generell Gewaltbereitschaft.

„Für uns ist klar: Berechtigte Kritik an den politischen Ursachen der Proteste soll damit unterbunden werden“, so Ute Haupt, Co-Vorsitzende des Stadtverbands Die Linke Halle (Saale). „Die Folgen jahrelanger Kürzungspolitik in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur trägt die junge Generation. Ihr wird die Zukunft verbaut. Ihr Widerspruch muss aber Ernst genommen werden und sich auch in den kommenden Haushaltsdiskussionen in unserer Stadt widerspiegeln.“

„Junge Menschen brechen aus Frustration ihre Schullaufbahnen ab, weil ihnen Perspektiven fehlen. Auszubildende können die geforderten Mieten nicht bezahlen. Die Löhne, die sie im späteren Arbeitsleben erhalten, reichen nicht aus, um nicht in Altersarmut zu landen. Wie gleichzeitig über die geplanten Jugendproteste diskutiert wird, zeigt deutlich: Die regierenden Parteien sind weder fähig noch willens, sinnvolle Antworten auf diesen berechtigten Frust zu liefern. Diesen Frust haben sie durch ihre jahrzehntelange Kürzungspolitik selbst verursacht. Für die Sorgen der Jugend haben sie nichts mehr anzubieten als eine neue Wehrpflicht und einen drohenden Zeigefinger. Sie müssen endlich Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und Veränderung schaffen!“ ergänzt Jannik Balint, Co-Vorsitzender des Stadtverbands.

Wer das Recht auf legitimen Protest in Abrede stellt oder gar Demonstrationen unterbinden will, will sich den eigenen politischen Fehlern nicht stellen. Wir begrüßen ausdrücklich jeden friedlichen Widerstand gegen die Kürzungs- und Aufrüstungspirale. Die Jugend ist unsere Zukunft – sorgen wir dafür, dass ihre Stimme gehört wird.

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