2.4. Halle - Stadtumbau ökologisch gestalten
Die Umweltbedingungen haben sich in Halle kontinuierlich verbessert. Diese Entwicklung wird von den Hallenserinnen und Hallensern zunehmend wahrgenommen und gewürdigt. Verkehrslärm und Feinstaub sind mittlerweile für die Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt und ihre Gäste zu den Hauptbelastungsfaktoren geworden.
Der seit 1989 erfolgte Rückgang der Gesamtbevölkerung der Stadt Halle um ein Viertel sollte es erleichtern, haushalterisch und ökologisch mit der nicht vermehrbaren Ressource Stadtfläche umzugehen.
Das heißt für DIE LINKE:
- den Wechsel von einer expansiven, wachstumsbasierten, ständig neue Freiflächen in Bauland verwandelnden Stadtentwicklungspolitik zu einem Flächenmanagement der Stadt in den heutigen Grenzen der bebauten Stadtfläche zu vollziehen. Als geeignete Instrumente dafür sehen wir:
- Erarbeitung eines Brachflächenkatasters
- Revitalisierung von gegenwärtig ungenutzten ehemaligen Gewerbeflächen
- Fortschreibung der Stadtumbaukonzepte und Ergänzung um perspektivische Nachnutzungsflächen für individuellen Wohnungsbau
- Verminderung des bestehenden Siedlungsdruckes auf die Randlagen der Dölauer Heide, die Saaleaue oder die Reideniederung durch baurechtliche Absicherung
- Brachflächen als zeitweilige oder dauerhafte, der Sukzession unterliegende Biotope zu belassen
- das System der innerstädtischen Grünflächen durch Stadtumbauflächen zu ergänzen
- die Lebensbedingungen des Straßengrüns in der Stadt zu verbessern
- einer optimierten stofflichen Verwertung des Mülls aus Privathaushalten den Vorrang vor einfacher Verbrennung zu geben und ein entsprechendes Anreizsystem für Schulen zu schaffen
- Rückbau versiegelter Flächen
- Erhalt der Kleingartenanlagen für die nächsten Generationen
