5. Für eine kooperative und weltoffene Stadt
Europa denkt und entwickelt sich zunehmend in Regionen und die regionale Wirtschaftskraft ist eines der entscheidenden Kriterien für die Höhe der aus Brüssel fließenden Fördermittel. Die Region Halle-Leipzig-Sachsendreieck stellt eine in Deutschland wichtige Metropolregion dar. Dieser Metropolregion nicht angemessen sind jedoch die zersplitterten politischen Zuständigkeiten und suboptimalen Entscheidungsstrukturen. Die regionale Entwicklung muss auf Grund der wirtschaftlichen Lage aller Kreise und Kommunen eine zunehmende Rolle spielen. Es muss gelingen, die Ressourcen aller umliegenden Gemeinden und Kreise zu bündeln. Nur wenn durch konstruktive Zusammenarbeit die besten Standorte für Schulen, Industrieansiedlungen, Sportstätten und Kultureinrichtungen gefunden werden, wird es möglich sein, die Bedürfnisse der Einwohner aller Kommunen der Region zu befriedigen statt Neid auf die Großstadt Halle zu erwecken.
Das heißt für DIE LINKE:
- Überwindung von Kirchturmpolitik und kleinkariertem kommunalpolitischem Denken
- Einbeziehung der gewählten Landes- und Kommunalpolitiker in die Entscheidungsabläufe
- Initiierung einer entscheidungsoffenen gesellschaftlichen Zukunftsdebatte über Rolle, Ziele und Aufgaben der Metropolregion
- Qualifizierung der Arbeit des Zweckverbandes zur gemeinsamen Flächennutzungsplanung - durch Kooperation statt durch Konfrontation die Probleme des Stadt-Umland-Verhältnisses zu lösen
- Infrastrukturentwicklung mit dem Saalekreis ab zu stimmen und gemeinsam zu finanzieren
- perspektivische Zusammenführung der Saalesparkasse mit der Leipziger Sparkasse zu einem regionalen, mitteldeutsche Interessen berücksichtigenden Geldinstitut
- Förderung des Tourismus, Hotel- und Gaststättenwesens als Faktor für Wirtschaftsentwicklung, kulturelle Aktivitäten und Weltoffenheit
